Warum junge Menschen lesen sollten (Auszug) Yu Qiuyu (1946 -) Der Hauptgrund, warum wir lesen, liegt darin, uns von der Mittelmäßigkeit zu befreien. Mittelmaß ist eine Haltung, die rein passiv und nutzenorientiert nach einer Art und Weise zu leben sucht. Mittelmäßigen Menschen fehlt es an nichts; nur sind sie gleichgültig…
Read More27.11.2025
Von der Lebenskunst (Auszug) Xia Gaizun (1886-1946) Für ihn gibt es nichts Schlechtes in dieser Welt, alles ist gut. Ein kleines Hotel ist gut, die zweite Klasse ist gut, die schlichte Kammer ist gut, die alte Matratze ist gut, das schäbige Handtuch ist gut, die einfache Mahlzeit ist gut, zu…
Read More26.11.2025
Das Lied vom guten Ende Cao Xueqing (1715-1763, Qing-Dynastie) Alle Menschen auf der Welt wissen um das Gute eines himmlischen Lebens, dennoch sind sie nicht in der Lage, Verdienste und Ruhm hinter sich zu lassen. Wo befinden sich die Generäle und Minister der Vergangenheit jetzt? Sind sie doch alle unter…
Read More25.11.2025
Niedere Worte eliminieren Shide (Lebenszeit unbekannt, Tang-Dynastie) Das Treiben der Reichen und Adligen ist die Prahlerei nicht wert. Das Verhalten der einfachen Menschen ist viel zu verschwenderisch. Ganz simpel mit zwei Worten gebe ich jedem einen Rat: Fleiß und Genügsamkeit, nur damit baut man ein ordentliches Haus. ── aus Hanshan…
Read More24.11.2025
Gedanken für meinen Sohn Ziyu beim Lesen in einer Winternacht Lu You (1125-1210, Nördliche Song-Dynastie) Die Menschen des Altertums scheuten im Studium keinerlei Anstrengungen. Denn die harte Arbeit der Jugendzeit trägt erst in späten Lebensjahren Früchte. Was du jedoch aus Schriftstücken erlernst, führt bloß zu oberflächlicher Erkenntnis. Vollständiges Wissen wirst…
Read More23.11.2025
Gedicht über die Annäherung an die Lehre Chan-Meister Yuanzhen (Lebenszeit unbekannt, Tang-Dynastie) Getanes und Verborgenes, Wirkliches und Unwirkliches – du erkennst es doch selbst. Wen willst du da nach Ursachen von Glück und Unglück befragen? Letztendlich werden Gutes und Schlechtes Früchte tragen. Ob früher oder später – allein darin liegt…
Read More22.11.2025
Über das Erwachen Meister Budai (?-917, Tang-Dynastie) Mit den Händen grüne Setzlinge auf dem Felde pflanzend, erblickt man beim Senken des Kopfes das Spiegelbild des Himmels im Wasser. Einen reinen Körper und Geist zu haben ist der Weg, denn im Rückzug liegt der eigentliche Schritt nach vorn. Richtig oder Falsch,…
Read More21.11.2025
Wo ist das Glück? Ehrwürdiger Meister Hsing Yun (1927-, Fo Guang Shan) Einst lebten ein junger und ein alter Hund zusammen. Als der junge Hund hörte, dass sich das Glück eines Hundes am Schwanzende befände, kreiste er wieder und wieder um sich selbst, um nach seinem Schwanz schnappend das Glück…
Read More20.11.2025
Besteigen der Kranichpagode Wang Zhihuan (688-742, Tang-Dynastie) Die weiße Sonne verschwindet hinterm Berg, der Gelbe Fluss läuft aus im Ozean; Willst du weiter in die Ferne schauen, steig den Turm noch ein Stockwerk höher. ── aus Wenyuan yinghua Eine lange Ballade Anonymer Verfasser Hundert Flüsse fließen nach Osten ins Meer,…
Read More19.11.2025
Mühsal ist niemals vergebens Hu Shih (1891-1962) Das Leben an sich hat keine Bedeutung. Es nimmt aber jede Bedeutung an, die wir ihm geben. Anstatt den ganzen Tag über die Bedeutung des Lebens nachzudenken, können wir ebenso versuchen, etwas zu tun, das ihm eine verleiht. Sei mutig in deinen Annahmen…
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