柏林佛光山

17.06.2021

Armut und Wohlstand
Ehrwürdiger Meister Hsing Yun (1927-, Fo Guang Shan)

Aus buddhistischer Perspektive gibt es nicht so etwas wie eine vollkommen verarmte Person:

Jene Persönlichkeit, die freie Zeit hat und diese dafür verwendet, um anderen zu helfen, ist sie nicht hinsichtlich ihrer Zeit vermögend?

Jene Persönlichkeit, die sprachgewandt ist und ihre Wörter dafür verwendet, andere zu loben und zu ermutigen, ist sie nicht hinsichtlich ihrer Sprache vermögend?

Jene Persönlichkeit, die anderen ein Lächeln schenkt und Leuten mit Freude und Achtung begegnet, ist sie nicht vermögend hinsichtlich ihres inneren Reichtums?

Jene Persönlichkeit, die anderen mit ihrer Stärke zur Seite steht und ihnen dient, ist sie nicht hinsichtlich ihrer Vitalität vermögend?

Armut bedeutet Gier und Unzufriedenheit. Jene, die stets hilfsbereit sind, werden im Innersten immer vermögend sein.

Die wohlhabendste Person

Buddhismus steht in keinem Widerspruch zum Besitz von Reichtümern, denn weltlicher Reichtum ist essentiell für unser Leben. Doch viel wichtiger ist es, den Schatz inmitten unseres Geistes zu erkennen und zu entwickeln. Wahrer Reichtum liegt darin, sich selbst zu erkennen und an sich zu glauben, und darüber hinaus auch in sämtlichen Lebewesen die ihnen innewohnende Buddha-Natur anzuerkennen. Kannst du die Buddha-Natur in jeder Person festmachen? Wenn ja, dann bist du die vermögendste Person auf der Welt, hier und jetzt!

── aus Mi Wu Zhijian

17.06.2021