柏林佛光山

07.03.2021

Die Hinweisgeber (Auszug)

Fang Xiaoru (1357-1402, Ming-Dynastie)

Großes Unglück in der Welt fängt in der Regel klein an und wird erst dann zu einem weitaus größeren Problem.

Wird ein scheinbar unerhebliches Problem in seinen Anfängen nicht beachtet, wird es schließlich zu einem unlösbaren Problem.

Nur, um sich die Anstrengung eines kleinen Augenblicks zu ersparen, wird ein Problem vernachlässigt, obwohl es noch einfach gelöst werden könnte.

Ist es erstmal fortgeschritten, vergehen die Jahre und zermürben die Gemüter. Wie viele sind es dann, die darauf hinweisen, man müsse etwas tun?

── aus Guwen Guanzhi

Ermunterung zum Lernen

Fang Xiaoru (1357-1402, Ming-Dynastie)

Vertreibe nicht die Krähen auf dem Dach,

sie kehren zum Füttern ihrer Eltern zurück.

Jage nicht die wilden Gänse auf den Teichen,

sie sind beieinander wie Geschwister.

Beobachte die Beziehung zwischen den Tieren in der Luft und auf dem Land,

so offenbart sich die Natur der Gefühle.

Das menschliche Leben beruht auf verwandtschaftlichen Beziehungen.

Wie kann da der Geist nicht von selber friedvoll sein?

Wie ein Haushalt zusammenkommt und auseinandergeht,

so gedeihen und welken die Kräuter und Bäume.

Ich wünschte für drei Frühlingstage,

dass Sonnenlicht auf die Orchideen fällt,

mit derselben Wurzel und demselben Stiel,

würde ich üppig mit ihr wachsen und gedeihen.

── aus Xunzhi Zhai Ji

07.03.2021