柏林佛光山

05.04.2021

Inschrift eines bescheidenen Raumes

Liu Yuxi (772-842)

Nicht die Höhe des Berges macht seinen Namen,
sondern die Geister, die darin lachen.

Nicht die Tiefe des Wassers verleiht ihm die Kraft,
sondern die Schar seiner Drachen.

So bescheiden ist dieser Raum, nur durchdrungen vom Hauch meiner Tugend.
Spuren von grünem Moos kriechen die Stufen hinauf, während Farben sattgrünen Grases durch die Fensterläden scheinen.

Unter meinen heiteren Gästen sind ehrwürdige Gelehrte, unter ihnen sind keine einfachen Leute.
Hier wird das Ohr nicht durch liebliche Musik belästigt, hier wird kein Stress durch offizielle Meldungen bereitet.

Alles, was mir zu tun bleibt, ist das Stimmen der schlichten Zither oder das Lesen der goldenen Sūtras.

Es ist wie mit Zhuge Liangs Hütte in Nanyang und Zi Yuns Tempel in Xishu, zu denen die einstige Frage des Konfuzius passt: „Was daran soll bescheiden sein?“

── aus Jifu Tongzhi 

05.04.2021