柏林佛光山

04.09.2021

Genügsamkeit kennen
Verfasst von Vasubandhu, übersetzt von Paramārtha (499-569, Südliche Liang-Dynastie)

Jene, die wünschen, von allen Leiden erlöst zu werden, sollten über Genügsamkeit sinnieren.

Der Weg zur Genügsamkeit besteht in Glück, Freude und Frieden.

Die Genügsamen sind glücklich und in Frieden, selbst dann, wenn sie auf dem Boden schlafen.

Die Ungenügsamen sind unzufrieden, selbst dann, wenn sie im Paradies sind.

Die Ungenügsamen sind arm, obwohl sie reich sind.

Die Genügsamen sind reich, obwohl sie arm sind.

Die Ungenügsamen sind stets von den Fünf Begierden gefesselt; sie werden bemitleidet von den Genügsamen.

— aus Yijiao Jing Lun

* Die Fünf Begierden entspringen der Anhaftung an Objekte der Augen, Ohren, Nase, Zunge, und des Körpers.

Verse auf die Gelübde von Bodhisattva Avalokiteśvara
Übersetzt ins Chinesische von Amoghavajra (705-774, Tang-Dynastie)

Verehrt sei Avalokiteśvara, Bodhisattva des Großen Mitgefühls!

Möge ich rasch sämtliche Lehren verstehen;
möge ich dafür schleunigst den Blick der Weisheit einnehmen.

Möge ich rasch alle Lebewesen befreien;
möge ich dafür schleunigst gute geschickte Methoden beherrschen.

Möge ich rasch das Boot der Prajñā-Weisheit betreten;
möge ich damit schleunigst das Meer des Leidens überqueren.

Möge ich rasch den Weg von Moral und Meditation einschlagen;
möge ich darüber schleunigst den Berg des Nirvāṇa erklimmen.

Möge ich rasch in der Leere meine Zuflucht finden;
möge ich mich hierzu schleunigst dem Dharmakāya angleichen.

Pralle ich auf scharfe Felsen, so sollen die scharfen Felsen zerbrechen.
Gerate ich in eine Feuersbrunst, so soll die Feuersbrunst versiegen.
Gelange ich in die Hölle,
so soll die Hölle sich auflösen.
Treffe ich auf hungrige Geister,
so sollen diese hungrigen Geister gesättigt sein.
Begegne ich den Asuras,
so soll ihr Hass beendet sein.
Stoße ich auf Tiere,
so sollen voll Weisheit sein.

— aus Qianshou Qianyan Guanshiyin Pusa Dabeixin Tuoluoni

04.09.2021